Bestimmung von Tieren im Fließgewässer

Modul 12 - Köcherfliegenlarven mit Köcher

Masken-Köcherfliege (Sericostoma sp.), Saprobienindex 1,5

Sericostoma sp.
Die Larve der Sericostoma lebt in stark strömenden Gewässern im Uferbereich am Boden zwischen den Kieseln. Das Material für den Köcherbau Sand) findet sie in der Nachbarschaft. Das Gehäuseende ist mit einer Sekretmembran verschlossen, die ein erhabenes kreisrundes Loch hat. Das Gehäuse istdünnwandig und glatt gearbeitet, bis 15 mm lang und hat ca. 2-3 mm Durchmesser. Die ähnlichen Larven der Odontocerum haben ein kräftigeres Gehäuse. (ca. 20 mm lang und 4 mm Durchmesser)


Pilzkopf-Köcherfliege (Anabolia nervosa), Saprobienindex 2,0

Anabolia nervosa
Vorwiegend in stehenden und langsameren Fließgewässern oder in den ruhigeren Zonen von schnell fließenden Gewässern lebt die Pilzkopf-Köcherfliegenlarve an Stellen mit laubbedecktem Grund. Ihren Köcher beschwert und verstärkt sie mit Totholzstöckchen, die oft länger als der Köcher sind.


Blassfüßige Köcherfliege (Silo sp.), Saprobienindex 1,5

Silo sp.
Die Blassfüßige Köcherfliegenlarve (Silo) bevorzugt schnell fließende Gewässer mit sandigem oder steinigem Grund. Seitlich an ihrem Köcher sind deutlich erkennbare Beschwerungskiesel befestigt.


Agapetus sp., Saprobienindex 1,1

Agapetus sp.
Agapetus-Larven finden sich häufig auf Steinen in Fließgewässern mit starker Strömung, die das Wasser auch über große Steine reißt. Der schildkrötenartige Köcher aus grobem Sand oder feinem Kies wirkt wie ein Kieshäufchen auf dem Stein. Auf großen Steinen sitzen mitunter mehrere Agapetus-Larven gemeinsam. Sie weiden den Bewuchs des Steins ab und bewegen sich dabei nur mit den aus dem Köcher ragenden Vorderbeinen.


zurück