Bestimmung von Tieren im Fließgewässer

Modul 2 - Kleine Libellenlarven

Blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes), Saprobienindex --

Platycnemis pennipes

Die Larve besitzt drei deutlich sichtbar gescheckte, in eine fadenförmige Spitze ausgezogene Kiemenblättchen an ihrem Hinterleib. Diese wie auch die Beine sind behaart.
Sie bevorzugt stehende und langsam fließende Gewässer, vor allem im Bereich der Flussauen. Obwohl sie allgemein verbreitet ist, findet man sie wie die meisten Libellenarten nicht sehr häufig. Die Federlibellenlarve hält sich vorwiegend am Grund der Gewässer auf und stellt dort Würmern und Insektenlarven nach, die sie mit ihrer vorschnellbaren Fangmaske (der umgebildeten Unterlippe) erbeutet. Nach einer Entwicklungsdauer von einem Jahr (Überwinterung als Larve) ist ihre Flugzeit von Mai bis September.


Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), Saprobienindex --

Calopteryx splendens

Die Hinterleibsanhänge dieser Larve sind abgerundet, das mittlere Kiemenblättchen ist kleiner als die äußeren. Wie die Beine sind sie nicht behaart. Man findet sie in Fließgewässern, an Wasserpflanzen. Anders als die Larven der Blauen Federlibelle meiden sie den Gewässergrund.
Die erwachsene Gebänderte Prachtlibelle bleibt dem Gewässer, in dem sie als Larve gelebt hat, treu.


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