Bestimmung von Tieren im Fließgewässer

Modul 11 - Köcherfliegenlarven ohne Köcher

Wassergeistchen (Hydropsyche sp.), Saprobienindex 2,0

Hydropsyche pellucidula

Die Hydropsyche kommt in den schnell strömenden Fließgewässern der Ebene und des Gebirges vor. Sie lebt in Wohngespinsten auf der Unterseite stark überflossener Steine.
Alle drei Brustsegmente sind oben chitinisiert und graubraun gefärbt. Die Hydropsyche hat verzweigte Büschelkiemen an ihrem meist gelblichen Körper und helle (gelbe) Abzeichen auf ihrem Kopfschild.


Bergbach-Köcherfliege (Rhyacophila sp.), Saprobienindex 2,0

Rhyacophila sp.

Die Larven der Rhyacophila leben vorwiegend frei unter Steinen schnell fließender Bäche und Flüsse des Berglandes. Sie sichern sich lediglich mit einem Sekretfaden gegen die Strömung und gehen nachts auf Beutefang (andere Insektenlarven). Zum Verpuppen bauen sie einen Köcher aus Steinchen um sich herum.
Nur das erste Brustsegment ist verhornt. Die Atmung erfolgt über seitliche Kiemenbüschel an Brust, Bauch und Hinterleib. Das letzte Hinterleibssegment trägt säbelartige Nachschieber.


Netz-Köcherfliege (Plectrocnemia sp.), Saprobienindex 2,0

Plectrocnemia sp.

Die Netz-Köcherfliegenlarven (Plectrocnemia sp.) fangen ihre Beute in einem Netz, daher der Name. Sie bevorzugen dazu die ruhigeren Bereiche von Waldbächen.
Auch sie besitzen nur ein verhorntes Brustsegment, aber, da sie durch die Haut atmen, keine Kiemenbüschel.


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