Bestimmung von Tieren im Fließgewässer

Modul 3 - Aderhafte - Eintagsfliegen

Zweischwänziger Aderhaft (Epeorus sylvicola), Saprobienindex 1,4

Epeorus sylvicola
Es handelt sich hierbei um eine Eintagsfliegenlarve!
Die beiden Hinterleibsanhänge [Cerci / Schwanzfäden] sind typisch für die Epeorus-Larve. Alle anderen Eintagsfliegen besitzen drei Anhänge. Hierdurch lässt sich der zweischwänzige Aderhaft vom ähnlich aussehenden Aderhaft (Ecdyonurus sp.) unterscheiden. Seine Körperlänge beträgt 1 bis 1,4 cm.
Der zweischwänzige Aderhaft ist in den Alpen, dem Alpenvorland und einigen Mittelgebirgen anzutreffen. Er benötigt sehr viel Sauerstoff, da er seine Kiemenblättchen wie Rhithrogena nicht bewegen kann. In stagnierendem Wasser überlebt die Larve nur wenige Stunden.

Aderhaft (Ecdyonurus sp.), Saprobienindex 1,7

Ecdyonurus sp.
Die Vertreter der Gattung Ecdyonurus leben bevorzugt in ruhigen Abschnitten von Fließgewässern. Sie sind aber in der Lage, zur Nahrungssuche auch stark strömende Bereiche aufzusuchen. Man kann sie in den verschiedensten Biotopen nachweisen, am ehesten in mäßig überströmten, kiesigen Gewässerabschnitten.
Durch die Abflachung ihrer Körper sind die Ecdyonurus-Arten morphologisch gut an die Strömung angepasst. Sie können flink über die Steine laufen, von denen sie den Algenbelag abweiden. In klaren Fließgewässern findet man bei uns häufig den Aderhaft (Ecdyonurus venosus). Normalerweise entwickelt diese Art eine Generation pro Jahr, in kalten Bachoberläufen dauert die Entwicklung von der Eiablage bis zum flugfähigen Tier zwei Jahre. Die Flugzeit des Aderhaft ist von April bis Juli.

(Rhithrogena sp.), Saprobienindex 1,7

Rhithrogena sp.Ansicht von unten (Bauchseite)Ansicht von unten (Bauchseite)
Die Rhithrogena-Larve ist auffallend flachgedrückt wie z. B. der zweischwänzige Aderhaft (Epeorus sp.) und der Aderhaft (Ecdyonurus sp.). Die Blätter des ersten Kiemenpaares sind so stark auf der Bauchseite nach innen verbreitert, dass sie sich berühren. Die bis zu zehn verschiedenen in Mitteleuropa anzutreffenden Rhithrogena-Arten können nur schwer unterschieden werden. Rhithrogena-Larven werden bis zu 1,2 cm lang.
Sie bevorzugt stark strömende Bergbäche und kommt dort häufig vor. Rhithrogena benötigt sehr viel Sauerstoff, da sie ihre Kiemenblättchen wie der zweischwänzige Aderhaft (Epeorus sp.) nicht bewegen kann. In stagnierendem Wasser überlebt die Larve nur wenige Stunden.

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