Projektidee

Einführung

Das Internetprojekt "Flussnetzwerke NRW" bietet allen Schulen, die sich längerfristig und intensiv mit dem "Fluss vor ihrer Haustür" befassen und sich mit benachbarten Schulen am gleichen Gewässer austauschen möchten, eine Plattform zur Zusammenarbeit.
Schulen von der Primarstufe bis in die Sekundarstufe II können mitmachen.
Der Internetauftritt wurde mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Träger ist die Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW (NUA) bis Sommer 2012 in Kooperation mit der Hauptschule Oeventrop (Arnsberg).
Das Projekt basiert auf dem 1999 in Arnsberg konzipierten Modellprojekt "Lebensraum Ruhr" und entwickelt dieses zu einem landesweiten Netzwerkprojekt weiter.
Über 220 Schulen und Jugendgruppen sind Mitglieder eines der 14 Flussnetzwerke NRW (Stand 2011).

Die Ziele

"Flussnetzwerke NRW" fördert Umweltbewusstsein und Medienkompetenz sowie die Kooperation zwischen den beteiligten Schulen. Zugleich sensibilisiert es die Schülerinnen und Schüler für die weltumspannende Wasserproblematik und leistet damit einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Einbezogen in das Projekt sind auch an den jeweiligen Flüssen arbeitende Verbände, Unternehmen und Behörden, so dass zur Vernetzung der unterschiedlichen Gewässerschutz-Aktivitäten beigetragen wird. Die schulischen Netzwerke erhalten mit dem Projekt Unterstützung in Form von Unterrichtsmaterialien für viele Aspekte von Fließgewässeruntersuchungen sowie Anregungen für weitere Projekte mit Gewässerbezug. Den Austausch der Untersuchungsergebnisse erleichtert eine Online-Datenbank, die in dieses Internetangebot integriert ist.

Die Inhalte

Im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts werden von den Schulen entlang des jeweiligen Flusses jährlich biologische und chemische Untersuchungen durchgeführt und die Ergebnisse in der Datenbank gesammelt. Die thematische Bandbreite geht allerdings über diese jährlichen "Daueruntersuchungen" deutlich hinaus. Auch zu den Themen Trinkwasser, Abwasser, Artenvielfalt in der Aue, Fischfauna und Wasserkraft sind Materialien abrufbar.

Gewinn für die Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für ein Stück Natur vor ihrer Tür. Denn man liebt und schützt nur das, was man auch kennt. So ist es denkbar, dass Schulen Patenschaften für Gewässerabschnitte oder Flächen an ihrem Fluss übernehmen und praktische Naturschutzmaßnahmen durchführen. Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Computer und Internet. Durch den Austausch mit anderen Schulen lernen sie, "über den Tellerrand" ihres Gewässerabschnittes hinauszusehen.

Die Unterstützung

Jedes Flussnetzwerk wird von einer regionalen Koordinatorin bzw. einem Koordinator betreut. Diese können Fragen zur gemeinsamen Arbeit vor Ort beantworten und den Kontakt zur NUA halten. Jährliche Bildungsveranstaltungen der NUA dienen außerdem dazu, beteiligte Lehrkräfte weiterzubilden, die Ergebnisse zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

Der Umweltbus LUMBRICUS der NUA unterstützt die Flussnetzwerk-Schulen durch Einsätze. Das Projekt wird außerdem durch die Vereinigung Deutscher Gewässerschutz (VDG) gefördert. Der VDG hat sich freundlicherweise bereit erklärt, seinen Bestimmungsschlüssel für die biologische Gewässergüteuntersuchung zum Download anzubieten.

Die Initiatoren des Projektes "Flussnetzwerke NRW" möchten mit ihrem Angebot zur Bildung vieler schulischer Flussnetzwerke in NRW beitragen und wünschen allen Beteiligten eine erfolgreiche und gewinnbringende Zusammenarbeit.